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Gaming-PC mit 600 Euro Budget selbst bauen: Die besten Teile


Die Leidenschaft für Videospiele führt irgendwann zu dem Wunsch, einen eigenen Gaming-PC zu besitzen. Der Rechner bietet gegenüber Konsolen viele Vorteile: Viele Online-Spiele sind beispielsweise kostenlos. Es gibt zahllose Exklusiv-Titel. Der Computer ist zudem multifunktional: Er eignet sich auch für Schule, Studium, die Arbeit oder das Streaming. Wir haben eine Liste der besten Teile mit einem 600 Euro Budget zusammengestellt.


600 Euro: Das Preis-Level künftiger Konsolengenerationen

600 Euro wirkt beim ersten Lesen möglicherweise etwas willkürlich als Budget. Wir haben uns für diese Zahl jedoch aus zwei Gründen entschieden. Erstens bewegt sich dieser Betrag in etwa auf dem Niveau, das auch die nächsten Konsolen-Generationen anpeilen dürften - vielleicht sogar etwas darunter. Das "Wall Street Journal" berichtete beispielsweise Mitte Juli 2019, dass die PS 5 800 US-Dollar kosten könnte (ca. 711 Euro).
Zweitens sind 600 Euro das Level, wo keine grundsätzlichen Abstriche gemacht werden müssen. Wer weniger investiert, muss eine grundsätzliche Entscheidung zwischen Prozessor- und Grafik-Leistung treffen. Ab etwa 600 Euro ist dies nicht mehr nötig.


Für Einsteiger: Diese Teile braucht ein Gaming-PC prinzipiell

Wer sich den Wunsch nach einem Gaming-PC dadurch erfüllen möchte, erstmals selbst einen Computer zu bauen, benötigt grundsätzlich folgende Teile (abgesehen von Monitor, Tastatur, Maus, eventuell Gamepad und Boxen):

- Gehäuse
- Prozessor (CPU) - CPU-Kühler
- Grafikkarte (GPU) - Mainboard
- Festplatte
- Arbeitsspeicher
- Netzteil


Gehäuse: Sharkoon TG4 - ca. 50-60 Euro

Dieses Gehäuse hat eine Front und ein Seitenteil aus gehärtetem Glas. Im Zusammenspiel mit seinen vier farbigen (Rot, Gelb, Blau - auf Wunsch auch einfarbig) Lüftern sorgt es für eine
beeindruckende Optik. Die Farben lassen sich zudem individuell einstellen. Mit einer Höhe von 45,5cm, einer Länge von 43cm und einer Breite von 20cm bietet es ausreichend Platz für alle Teile. Es lässt sich bequem in dem Gehäuse arbeiten. Zudem ist ausreichend Raum für künftige Nachrüstungen vorhanden.

Mainboard: ASRock B450M Pro4 ca. 70 Euro

Das Mainboard (Hauptplatine) ist die Heimat für alle weiteren Bauteile des Computers. Mit 24,4cm x 24,4cm schafft das ASRock B450M Pro4 den schwierigen Kompromiss, zugleich günstig zu sein und dennoch den nötigen Platz für viele Bauteile zu bieten. Beispielsweise lassen sich bis zu 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher (in 4 Reihen) verbauen. Es verfügt zudem über zahlreiche Anschlüsse (USB-C, USB-A, SATA und mehr).

Prozessor: AMD Ryzen 5 2600 - ca. 120-130 Euro.

Der Prozessor ist das "Gehirn" des Computers. Er wickelt die wesentlichen Rechenoperationen ab. Bei Spielen bestimmt der Prozessor maßgeblich darüber, wie viele Frames per Second (fps - Bildwiederholungen pro Sekunden) erreicht werden. Der Ryzen 5 hat eine Basistaktfrequenz von 3,40 GHz pro Kern (insgesamt sechs Kerne) - mit Turbo erreicht er 3,9 GHz. Spiele können in Full HD 100fps und mehr erreichen.
Zusätzlich zum Prozessor sollte ein CPU-Kühler angeschafft werden. Der Arctic Freezer S3 für ca. 30 Euro lohnt sich hierfür beispielsweise. Er ist zugleich leistungsstark und relativ einfach einzubauen.

Grafikkarte: Sapphire Pulse Radeon RX 570 8G G5 - ca. 140-160 Euro

Die GPU ist für den Gaming-PC das Bauteil von entscheidender Bedeutung. Sie bestimmt über die Auflösung, Ladezeiten und ebenfalls die Bildwiederholungsrate. Die Radeon RX 570 überzeugt durch eine starke Rechenleistung (Single: 5269 Flops, Double: 329 GFlops), einen großen Grafikspeicher (8 GB DDR5 RAM) und einem eingebauten Axial Lüfter.

Netzteil: be quiet! Pure Power 11 400W ATX 2.4 - ca. 50-60 Euro

Das Netzteil vereint zwei wünschenswerte Qualitäten: Es ist erstens relativ leise (max. 15 dB) und bietet mit 400 Watt ausreichend Leistung, um dauerhaft zu arbeiten. Beim Einbau zu beachten ist, dass es mit zwei 12 Volt-Leitungen und vier PCI-Express-Anschlüssen kommt. Für das Kabel-Management ist es deshalb ratsam, von hinten (im Gehäuse) nach vorne zu arbeiten.

Arbeitsspeicher: 4x Crucial CT4G4DFS824A 4GB DDR4-Sticks - ca. 70-80 Euro (insgesamt)

Der Arbeitsspeicher ist die "Kurzzeiterinnerung" des Computers. Hier werden die Daten abgespeichert, die immer abrufbar sein müssen. Da im Mainboard vier Slots für DDR4 RAM-Sticks vorhanden sind, sollten diese auch gefüllt werden. 16 GB RAM reichen anfangs. Der Arbeitsspeicher kann später auf bis zu 64 GB RAM aufgerüstet werden. Die Crucial Sticks überzeugen durch ihren Preis und relativ hohe Datenübertragungsraten (2400 Megatransfer pro Sekunde (MT/s)).

Festplatte: Crucial P1 CT500P1SSD8 500GB Internes SSD - ca. 70 Euro

Als Festplatte sollte eine ultraschnelle SSD zum Einsatz kommen. Die Crucial P1 ist günstig und bietet mit 500 GB Speicherplatz genügend Raum für einige Spiele. Durch den zweiten PCIe-Slot kann später noch eine SSD nachgerüstet werden. Alternativ lassen sich später auch noch kostengünstig HDD-Festplatten mit großem Speichervolumen integrieren.


Gesamtpreis: ca. 560-620 Euro